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  • Ein Gentleman aus Karlsruhe – Das Judocamp wird 21

    Wie in jedem Sommer ging es auch in diesem Jahr wieder auf das „Judo&More“ Sommercamp in Lindow. Auch in diesem jahr erwarteten uns internationale Spitzenjudoka, viele tolle Trainingseinheiten und selbstverständlich auch wieder erfrischende Bäder im hauseigenen See. Circe 175 Teilnehmer hatten sich in diesem Jahr in der Sportschule eingefunden. Wie üblich wurden sie bestens versorgt, untergebracht in sauberen Zimmern und verwöhnt mit fantastischem Essen aus der Kantine.

    Für die Leitung des Trainings waren wie üblich Michael Weyres und Sven Helbig zuständig. Das ständige Trainerteam erweiterten der Italiner Antonio Ciano, Zweitplatzierter bei den Europameisterschaften, sowie der Luxemburger Nationaltrainer und ehemaliger Karlsruher Kämpfer Thomas Kessler. Bereits im ersten Training hinterlies Thomas bleibenden Eindruck und führte ein spezielles Klatschsignal ein, welches das gesamte Camp über Verwendung finden sollte. Auch Antonio hielt seine erste Einheit und verständigte sich zwar ohne Deutsch, aber mit Italienisch, Englisch, Händen und Füßen und sehr viel Einsatz. Die Technik wurde gut verstanden.

    Bereits am ersten Tag wurden die beiden Gasttrainer vorgestellt: Die deutschen Nationalkader-Athleten Giovanna Scoccimarro und Benjamin Bouizgarne übernahmen in der ersten Hälfte der Woche einige Trainingseinheiten. Giovanna präsentierte verschiedenste Arten des Uchi-Komi, des Trainierens ohne Niederwurf. Ben demonstrierte mehrere Techniken, versehen mit seinem eigenen ganz speziellen Kniff. Vor allem seine Umdreher-Varianten blieben in Erinnerung.

    Es war in diesem Jahr wirklich sehr heiß. Gerade der überwältigtenden Hitze der Frankfurter Innenstadt entkommen sehnten wir uns alle nach einem erfrischenden Bad im Lindower See. Und  der wurde auch regelmäßig frequentiert. Neben dem Frühschwimmen jeden Morgen um 7 fanden sich nachmittags bis zu 70 Kinder auf dem Steg ein – bei diesem Andrang wurden besondere Vorsichtsmaßnahmen ergriffen. Erstmals war das Lindower Rettungstretboot im Einsatz! Wir Blau-Gelben freuten uns darüber hinaus über eine vereinsinterne Bootstour und ein Nachtschwimmen. Am Judofreien Tag gab es auch in diesem Jahr wieder viele Aktivitäten, wie Sumo, Bogenschießen, Frisbeegolf, Slackline, Beachvolleyball, Fußball, Tischtennis und mehr. Eines der besonderen Highlights war in diesem Jahr das Torwandschießen.

    Das Torwandschießen wurde angeboten von Thomas Kessler, der schon die ganze Woche durch tolle Trainingseinheiten, spannende Techniken und sehr angenehmes Auftreten auffiel. Als wahrer Gentleman entpuppte er sich aber am letzten Tag: Er hatte für die Organisatoren Jane und Michael einige Geschenke besorgt, sowie eine unterschriebene Karte der Betreuer organisiert. Noch nie hatte ein Trainer in Lindow so etwas gemacht und Jane musste ein Tränchen verdrücken. Mit der darauf folgenden Disco, leider ohne den erst spät angereisten goldenen Koi, ging auch dieses Judocamp dem Ende zu.

    Auch in diesem Jahr haben wieder alle Athleten einen tollen Schritt nach vorne gemacht. Sie zeigten viel Einsatz und saugten die Techniken in sich auf. Unser unerfahrenster Kämpfer, der erst seit unter einem Jahr trainiert, hat auf der Freizeit kein Randori (Übungskampf) ausgelassen und sich nur die stärksten Gegner ausgesucht. Wir freuen uns auch im nächsten jahr wieder auf viel Einsatz, tolle Trainer und eine Woche voller Judo, Spaß und Freizeit!