Im Juli bleibt unsere Geschäftsstelle geschlossen!
News

News

Die Reise nach Leipzig geht weiter – Bronze für Alex

  • Die Reise nach Leipzig geht weiter – Bronze für Alex

    Mit einer phänomenalen Leistung belegt unser junges Talent den dritten Platz bei der Südwestdeutschen Einzelmeisterschaft. Damit qualifiziert er sich für die Deutsche Einzelmeisterschaft in Leipzig.

    Früh morgens kamen unsere Cheftrainieren Bettina und unser aktuell erfolgreichster Wettkämpfer Alex in Homburg an. An diesem Samstag, den 16.02.2019 fanden sich die besten Judoka in der männlichen U18 aus Saarland, Hessen, Rheinland und Pfalz in der kleinen saarländischen Stadt ein um den Südwestdeutschen Meister 2019 der männlichen U18 zu ermitteln. Doch es ging nicht nur um den prestigeträchtigen Titel – eine Medaille auf der Südwestdeutschen Einzelmeisterschaft bedeutet gleichzeitig eine Qualifikation für die Deutsche Einzelmeisterschaft, dem wichtigsten nationalen Turnier.

    Nach einem starken Start ins Jahr 2019 mit einer tollen Leistung bei der Hessenmeisterschaft ging Alex fokussiert und mit zwei Zielen auf die Matte: der Qualifikation für die Deutsche Meisterschaft und die Aufnahme in die Landesauswahl. Mit dabei waren Bettina, seine Eltern und sein kleiner Bruder Daniel, selbst Hessenmeister, Adler-Cup-Sieger und Alex größter Fan.

    Das Turnier begann enttäuschend mit einem Freilos. Zwar bekommt man so einen Sieg gutgeschrieben, ohne kämpfen zu müssen, allerdings trifft man dann in der nächsten Runde auf Gegner, die bereits „warm gekämpft“ sind. Im zweiten Kampf ging Alex dann gegen den Pfälzer Meister sehr motiviert auf die Matte, doch dieser war bereits voll da. Nach 30 Sekunden wurde Alex leider geworfen, die Kampfrichter entschieden überraschend auf vorzeitigen Sieg. Ein sehr starker Gegner und dennoch wäre mehr drin gewesen. Alex war sauer und das bekam der nächste Gegner zu spüren.

    Nach einem weiteren Freilos stand Alex nun einem hessischen Judoka aus Limburg gegenüber. Alex nutzte den Ärger über die vorrangegangene Niederlage sehr effizient: Statt wild drauf los zu stürmen dominierte er den Gegner komplett, zwang ihm ruhig und konzentriert seinen Kampfstil auf und beendete den Kampf souverän mit einem Fußwurf, ohne seinem Gegner je eine Chance zu lassen.

    Alex gab keinen weiteren Kampf ab und das Turnier endete schließlich mit dem Kampf um Platz 3 (durch seine Niederlage am Anfang des Turnieres war ein Erreichen des Finales leider nicht mehr möglich). Seinen Gegner, ein Wiesbadener Kämpfer, hatte bei der Hessischen Meisterschaft Platz 3 belegt und Alex musste bereits dort gegen ihn antreten. Der Kampf auf der Hessischen Meisterschaft war recht ausgeglichen und endete mit einem verdienten aber knappen Sieg für Alex. Hier allerdings lies Alex nichts anbrennen. Er dominierte seinen Gegner und beendete den Kampf schließlich vorzeitig mit seiner neuen Wurftechnik. Diesen Schulterwurf hatte er monatelang trainiert, heute setzte er sie zum ersten Mal erfolgreich in einem Wettkampf ein und sicherte sich damit die prestigeträchtigste Medaille seiner bisherigen Judolaufbahn. Und da werden noch viele folgen – da bin ich mir sicher.

    Die nächste Chance bietet sich ihm in zwei Wochen auf der Deutschen Einzelmeisterschaft in Leipzig. Dieses Turnier ist eine andere Hausnummer, der nationale Gradmesser für Judoka aus allen Ecken Deutschlands. Doch mit seinem technischen Können und vor allem seinem unfassbaren Einsatz hat Alex auch hier eine Chance.

    Alex hat sich diesen Erfolg absolut verdient. Er hat in den letzten 1,5 Jahren eine wirklich fantastische Entwicklung hingelegt, die weniger auf seinem (durchaus großem) Talent, als mehr auf seinem Ehrgeiz, seiner Disziplin und seinem harten Training fußt. Neben seinem Training in unserem Verein bei Bettina Brauel (selbst äußerst erfolgreiche ehemalige Wettkämpferin, Medaillen-Gewinnerin bei Deutschen Meisterschaften sowie Bundesligakämpferin) und David Eichner sowie dem Randori (Übungskampf) mit seinem Trainingspartnern aus der Landesligamannschaft besucht Alex auch regelmäßig den Landesstützpunkt und andere Randori-Veranstaltungen in Hessen. An dieser Stelle auch ein herzliches Dankeschön Alex Eltern, die ihn in jeder Hinsicht unterstützen.

    Vor allem sein Charakter, sein Wille und sein Einsatz haben ihn dahin gebracht wo er jetzt steht. Er hat sich zwei Ziele gesetzt und sie beide erreicht: Die Qualifikation für die Deutsche Einzelmeisterschaft sowie die Erfüllung der Aufnahmekriterien für den Landeskader. Wir sind wirklich stolz auf dich und deine Entwicklung, Alex!

    SWEM 2019 Alex Mutter Bruder

Top