• Erste: Aufstieg in die Kreisoberliga!

    SV Blau Gelb Meister nach „bombastischer Saison“ – Kreisoberliga Frankfurt: Erster Aufsteiger aus der A-Klasse steht fest

    Beitrag des Fußballportals „Torgranate Rhein-Main“: http://www.torgranate-rhein-main.de/mobile/artikel/sv-blau-gelb-meister-nach-bombastischer-saison/

    Mit dem SV Blau Gelb steht seit letzten Sonntag der erste Aufsteiger in die Kreisoberliga Frankfurt fest. Die Mannschaft vom Ginnheimer Wäldchen sicherte sich mit einem 3:0-Heimsieg gegen die TSG Frankfurter Berg einen Spieltag vor Saisonende die Meisterschaft in der Kreisliga A Frankfurt Nordwest.

    Mit 79 Punkten aus 29 Spielen führt der ehemalige Postsportverein die Tabelle mit neun Punkten Vorsprung uneinholbar vor dem FC Croatia an, der über die Relegationsrunde noch in die Kreisoberliga mitkommen könnte. 26 der 29 Spiele hat die Mannschaft von Trainer Sven Janssen gewonnen, der 2015 vom SV 07 Heddernheim kam, wo er für die damals noch in der Kreisliga A spielende Reserve verantwortlich war. „Das war so nicht zu erwarten und ist auf eine geschlossene Mannschaftsleistung zurückzuführen. Das Team hat im Training sehr diszipliniert gearbeitet und den absoluten Willen gezeigt, den Fokus auf das Ziel oben mitzuspielen zu legen“, sagt Janssen nach diesem Riesenerfolg, der nach dem Spiel gegen Frankfurter Berg ausgiebig gefeiert wurde. Die einzigen beiden Niederlagen der Saison gab es ausgerechnet gegen Verfolger FC Croatia, im Rückspiel gegen die starke Balkan-Formation gingen die Janssen-Schützlinge vor eigenem Publikum mit 1:6 förmlich unter. „Croatia hat eine Top-Mannschaft, die wir eigentlich ganz oben gesehen haben. Doch durch deren alljährlich auftretende Urlaubs-Problematik haben sie zu Beginn der Saison viele Punkte liegen lassen. Wir dagegen haben bis zum Hinspiel bei Croatia eine Siegesserie hingelegt und kamen dadurch mit der vollen Punktzahl zum Hinspiel. Im Rückspiel konnten wir den Aufstieg im Croatia-Spiel schon klar machen, die Köpfe waren aber blockiert“, resümiert der Coach den Zweikampf mit den Kroaten.

    Beeindruckend ist bei Blau Gelb das Torverhältnis von 155:51 Toren, das ergibt eine Tordifferenz von + 104. Nicht minder beeindruckend ist auch das Torverhältnis des FC Croatia mit 140:40 Toren und exakt + 100 Toren. Diese beiden Teams dominierten die Nordwest-A-Klasse, auch wenn der FC Maroc sich zwischendurch mal auf Rang zwei vorgeschoben hatte, mittlerweile aber zehn Punkte hinter der Mannschaft des Trainerduos Andreas Schäfer und Daniel Konta positioniert ist. „Kompliment an mein Team. Sie waren immer hochmotiviert und haben auch bei Rückständen und in engen Spielen immer an den Sieg geglaubt. Wir hatten die richtige Mischung zwischen jung und alt und auch die nötige Qualität am Start“, lautet das Saisonfazit von Janssen. Der erst 19 Jahre alte Torjäger Sebastian Gäse markierte mit sage und schreibe 48 Treffern fast ein Drittel aller Blau Gelb-Treffer. Gefolgt wird das junge Talent von Marijan Lazeta vom FC Croatia mit 43 Toren.

    Auch Karim Bökenkamp ein „Riesenkicker“

    „Sebastian Gäse hat mit seinen Toren einen Riesenanteil am Aufstieg. Uns ist klar, dass sein Name auch bei höherklassigen Vereinen in aller Munde ist, aber er bleibt noch ein Jahr bei uns. Uns ist natürlich bewusst, dass der Junge dann auch seinen Weg gehen muss und auch wird“, ist für Janssen logisch, dieses Juwel nicht ewig am Ginnheimer Wäldchen halten zu können. Der zweitbeste Torjäger Blau Gelbs kommt zwar „nur“ auf 20 Tore. Aber auch Karim Bökenkamp bekommt vom Coach ein Sonderlob: „Er hat sich seit seinem Wechsel aus Heddernheim noch einmal weiter entwickelt und ist einfach ein Riesenkicker“, sagt Janssen. Überhaupt Heddernheim: Acht der elf Spieler, die gegen den „Berg“ in der Anfangsformation standen, haben eine Vergangenheit bei den Grün-Weißen von der Brühlwiese, die unmittelbar vor dem Abstieg in die A-Klasse stehen. Darunter auch so erfahrene Spieler wie Marc Väth, Orazio GiorgianniMarijo Papic und Markus Weide. „Das war ein ganz entscheidender Faktor. Sie haben Ruhe ins Spiel gebracht mit ihrer Erfahrung und mit ihrem Stellungsspiel das Spiel geleitet“, findet Janssen lobende Worte für die Routiniers. Auf die Dienste von Weide muss Janssen in der Kreisoberliga verzichten.

    Der 37-jährige beendet mit dem Aufstieg seine aktive Karriere. „Wir stecken noch in den Planungen, aber das Team bleibt zusammen“, gibt der Coach einen Einblick. Für die Rückkehr des Vereins in die Kreisoberliga nach zwölf Jahren (2005 hieß die Spielklasse noch Bezirksliga Frankfurt) sieht Janssen sein Team gut gerüstet: „Als Aufsteiger geben wir natürlich das Ziel Klassenerhalt aus. Alles was darüber hinaus geht, wäre ein Zubrot. Für viele junge Spieler ist es das erste Mal, dass sie Kreisoberliga spielen. Der Unterschied zur Kreisliga A wird da schon deutlich werden. Wir werden viel auf die Jugend setzen. Blau Gelb schlägt den richtigen Weg ein“. Für Janssen selbst war es das erste Mal, dass er eine Erste Mannschaft übernehmen konnte. Was ihm in Heddernheim nicht zugetraut wurde, hat er zwei Jahre nach seiner Ankunft am Ginnheimer Wäldchen geschafft. Eine gute Mannschaft mit Perspektive aufzubauen, das war sein Ziel. „Als erste Station war das eine schöne Herausforderung. Die Mannschaft hat sich ganz toll formiert und die Saison war bombastisch. Dass wir die Liga so dominieren würden, daran haben wir gar nicht gedacht“, ist Janssen vom Erfolgsweg immer noch geradezu überwältigt.